Die Blogosphäre als Intranet
Facebook ist das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk der Welt. Es umfasst auf ebendieser Welt vierhundert Millionen Menschen, in Deutschland sind es sechs Millionen. Aber würde die Frage, wer der wichtigste Blogger der Blogosphäre sei noch einen Sinn ergeben, die Frage wer der wichtigste Mensch auf Facebook ist, klingt, als habe einer das Werkzeug nicht verstanden. Es geht hier nicht um Bekanntheit, es geht um Bekanntschaft.
Luca Breveglieri nutzt Facebook, um sich eine Schneise in die große, weite und unendliche Welt des Internets zu schlagen, und diese Schneise bahnen ihm seine Freunde, so wie er sie ihnen bahnt. Mag sein, dass ein kleiner Ausschnitt ist, aber einer, den er überblicken kann. Es gibt darin keine Grenzen, keine Hierarchie und keinen Besitz. Im Moment ist das die Zukunft, eine Zeitlang wenigstens.
Quelle: FAZ Facebook selbst hat für mich noch nicht wirklich den großen Nutzen entfaltet, wobei ich meinen Account nach Registrierung auch arg vernachlässigt habe. Aber die Grundaussage der Zeilen des Artikels über die deutsche (A-)Blogosphäre, sie trifft es: Bekanntschaft statt Bekanntheit. Ging und geht es uns mit unseren kleinen “Hausfrauen-Blogs” nicht immer schon fast ausschließlich darum? Der Christoph, von dem im übrigen gerade genannte Wortschöpfung stammt, hat die Verknüpfung der eigenen, kleinen Bloggeria einmal als eine Art Intranet bezeichnet. Auch das: äußerst passend. Mögen die sogenannten A-Blogger in ihrem Wolkenkuckucksheim um Blogchart-Platzierungen rangeln und möglichst viele Einnahmen generieren wollen, ich habe den Sinn eines eigenen Blogs eigentlich immer in dem Intranet-Sinne verstanden. 5 Jahre entsprechen im Netz gefühlten 2 Generationen im richtigen Leben und an Facebook war damals gar nicht zu denken.
Posted via web from o-jaymatic.de | Comment »